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Willkommen
Was bewegt einen eigentlich dazu, eine Seite ins Netz zu stellen, die sich mit einem etwas weniger erfreulichen Thema, einer chronischen Krankheit, befasst?
Mit Sicherheit das Bewußtsein, seit Jahren mit einer Krankheit zu leben, die derzeit unheilbar ist. Damit auch der Wunsch, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen um eventuell neue Behandlungsmethoden zu erfahren oder nur zu hören, wie es der andere schafft, sein Leben mit Morbus Crohn zu gestalten oder was noch alles auf einen zukommen könnte.
Leider ist der Verlauf dieser Krankheit bei jedem unterschiedlich, so daß man nicht einfach sagen kann, nimm dies oder iß das, dann geht es Dir besser.
Ähnlich wie mein Krankheitsverlauf ablief, wird es auch bei vielen anderen sein. Im Alter von 20 Jahren bekam ich während meiner Bundeswehrzeit wiederholt Durchfälle und krampfartige Bauchschmerzen. Die Bundeswehrärzte diagnostizierten zunächst eine normale Darmgrippe, die sie mit Kohletabletten zu behandeln versuchten. Erst als ich dramatisch an Gewicht verlor, wurde ich ins Bundeswehrkrankenhaus in Koblenz überwiesen, wo eine Darmspiegelung die Gewissheit brachte, dass hier mehr im Spiel ist, als eine normale Darmgrippe: Die Diagnose "Morbus Crohn" stand fest!
Zunächst wußte ich nichts mit dieser Diagnose anzufangen. Trotz einiger Informationsbroschüren lebte ich weiter wie bisher. Ich nahm meinen Dienst wieder auf, nur um einige Wochen später mit einem erneuten Schub im Krankenhaus zu landen. Der richtige Schock kam dann erst, als ich aus der Bundeswehr entlassen werden mußte. Das war von mir gar nicht geplant, da ich damals vorhatte bei der Bundeswehr zu studieren. Mein erster Berufswunsch hatte sich also in Luft aufgelöst und ich mußte mich neu orientieren.
Berufsmäßig ging es von da an zunächst sehr langsam voran. Ein abgebrochenes Informatikstudium und einige Jobs brachten mich dann dahin, dass ich eine Lehre als Industriekaufmann abschloss.
Gesundheitlich ging es wie so oft bei Morbus Crohn auf und ab. Ende 1995 bekam ich einen erneuten schweren Schub. Bei der Untersuchung wurde dann eine Stenose, eine Darmverengung, diagnostiziert. Um weitere Komplikationen hinsichtlich der Stenose auszuschließen, wurde mir am 1. April 1996 ein großer Teil des Dickdarms entfernt.
Nach der Operation benötigte ich einige Zeit, um mich an die neuen Umstände zu gewöhnen. Aber nach dieser Gewöhnungszeit und nachdem ich meine derzeitige Stellung angetreten habe, geht es mir im Vergleich zu früheren Zeiten wirklich gut. Ich habe gelernt, mit dem alltäglichen Stress umzugehen und ihn zu verarbeiten. Eine große Hilfe war der Stammtisch der jungen Ilco, den ich eine Zeit regelmäßig besucht habe. Die Gespräche mit anderen Morbus Crohn Patienten zeigten mir, daß man mit dieser Erkrankung sehr gut leben kann.
Falls ihr Fragen habt, dürft ihr mir gerne eine Mail schreiben oder Euch ins Gästebuch eintragen.




